Fernsehbeitrag in der Sendung hitec vom 17. Juni 2007, 3sat
Der große Blackout*
Video und Themenwebseite 3sat
Für diesen Beitrag wurde u. a. im DeMoTec des ISET sowie bei der Hübner GmbH gedreht.
* Quelle: 3sat, Sendung hitec vom 17. Juni 2007
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Hessisch-Niedersächsische Allgemeine - 9. Juni 2006
Energie für die Zukunft
Größte Fotovoltaik-Anlage Kassels eingeweiht - Spitzenleistung 100 Kilowatt
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Von Marie Klement |
Kassel. Der Welt drohen Ölkrisen, die Kohlereserven werden in wenigen Jahrzehnten aufgebraucht
sein, und auch die Erdgasquellen erschöpfen sich zusehends. Und das während die deutschen
Haushalte weiterhin versorgt werden wollen. Was dafür bleibt, sind regenerative Energien. Und die
werden auch in Nordhessen immer wichtiger.
Auch in Kassel. Dort wurde gestern die größte Fotovoltaikanlage im Stadtgebiet eingeweiht.
Und damit ein weiterer Schritt zu erneuerbaren Energien und deren Förderung getan. "Bisher kommen
14 Prozent der Stromversorgung aus umweltfreundlichen Energien", sagt Andreas Helbig,
Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke, die zusammen mit der Firma Hübner und dem
Institut für Solare Energieversorgungstechnik (IEST) an dem Projekt beteiligt sind. Mit der
Anlage wolle man dies nun weiter ausbauen.
390 Module wurden dafür auf dem Dach der Hübner GmbH montiert. Sie erzeugen eine
Spitzenleistung von 100 Kilowatt, die in das Netz der Städtischen Werke eingespeist werden.
Das ist mehr Strom, als die bisherigen Kasseler Anlagen produzieren, und so viel, wie benötigt
wird, um 25 Haushalte zu versorgen.
Doch nicht nur ihre Größe macht die Fotovoltaik-Anlage an der Antonius-Raab-Straße
interessant: Neben der Stromproduktion stellt die Pilotanlage auch einen wichtigen Faktor für
die Forschung dar.
In ihr sollen so genannte multifunktionale Fotovoltaik-Stromrichter erforscht werden. Denn
während in normalen Anlagen lediglich bei Sonnenschein der erzeugte Gleichstrom in Wechselstrom
umgewandelt wird, der in das Netz eingespeist werden kann, soll die Anlage auf dem Dach in Waldau
öfter im Einsatz sein.
Sie kann ihren Strom in wieder aufladbare Batterien einspeisen und damit auch Strom in das Netz
einbringen, wenn die Sonne nicht scheint. Ein wichtiger Faktor, da durch dieses Verfahren die
Versorgungszuverlässigkeit steigt.
2,4 Millionen Euro wurden dafür investiert. Sie werden zu 63 Prozent vom
Bundesumweltministerium übernommen. Eine Investition, die nicht nur in die Forschung fließt,
sondern auch in die Region als Solarstandort.

Einweihung der 100-kW-Solaranlage im Projekt Multi-PV
v. l. n. r. Helbig (Städtische Werke Kassel), Hilgen (OB Kassel), Ossendorff (Hübner),
Schwind (Hübner), Zacharias (ISET), Cramer (SMA)
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